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Voice Access: der flexible zukunftssichere Anschluss für die IP-Telefonanlage

Der Eigenbetrieb einer IP-Anlage hat für Unternehmen viele Vorteile zu bieten wie beispielsweise Kosteneinsparungen, hohe Sicherheit und gute Sprachqualität. Mit Voice Access SIP erhalten Unternehmen eine flexible und zukunftsorientierte Lösung für ihre Festnetztelefonie.

Die selbst betriebene TK-Anlage ist der „Klassiker“, dessen Fortführung für viele Unternehmen auch im Zeitalter der IP- Technologie als eine gute Wahl gilt. Mit der Umstellung einer ISDN-TK-Anlage auf IP-Technologie profitieren Anwender von allen Vorteilen dieser zukunftsorientierten Übertragungstechnik auf Basis des sogenannten SIP-Protokolls (Session Initiation Protocol). Durch den Wechsel auf einen SIP-Anlagenanschluss telefonieren Unternehmen über einen modernen IP-basierten Anschluss. Je nach Bandbreite lassen sich damit viele Telefonate gleichzeitig führen, die bisherige Beschränkung durch die Zahl der gemieteten Telefonleitungen fällt weg.

Die wichtigsten Vorteile des Eigenbetriebs einer IP-Anlage

  • Eine hohe Skalierbarkeit und das einfache Zu- oder Abbuchen von bis zu 120 Sprachkanälen je Anschluss. Der IP-Anschluss passt sich jederzeit den veränderten Bedingungen an und wächst mit
  • Die Möglichkeit des Betriebes nur noch einer zentralen SIP-Telefonanlage, sofern die Standorte und Niederlassungen über ein VPN angebunden sind und damit Kosteneinsparungen
  • Integration von Mobiltelefonen als Nebenstelle
  • Erstklassige Sprachqualität
  • Hohe Ausfallsicherheit durch permanente Leitungsüberwachung und gegebenenfalls redundanter Anschlussauslegung
  • Zukunftssicherheit durch den Umstieg auf die weltweit verbreitete IP-Technologie

Gute Argumente für den Eigenbetrieb

Auch wenn es für zahlreiche Unternehmen attraktiver ist, eine virtuelle Lösung zu wählen, so entscheiden sich vor allem jene Unternehmen vorzugsweise für den Betrieb einer eigenen IP-Telefonanlage, die über eigenes IT-Know-how und -Personal verfügen beziehungsweise eine IP-Anlage schon heute über den ISDN-Anschluss betreiben. Ein weiteres Argument für den Eigenbetrieb sind besondere Anforderungen, die im Portfolio der virtuellen TK-Anlage nicht enthalten sind, beziehungsweise deren Einbindung zu aufwendig wäre. Obwohl Telekommunikationsanbieter bei virtuellen Anschlüssen ein sehr hohes Maß an Ausfall- und Abhörsicherheit bieten, bevorzugen viele Unternehmen, die Sicherheitsvorkehrungen gegen Angriffe und zum Abhörschutz IP-seitig selbst vorzunehmen. Das hat zwar den Nachteil, dass Administrations- und Investitionskosten anfallen, allerdings kann der Anwender damit den Grad seiner Vorkehrungen selbst bemessen.

Voice Access SIP bietet hohe Sprachqualität und günstige Konditionen

Die Lösung von Telefónica für den Eigenbetrieb der IP-Anlage heißt Voice Access SIP. Die damit verbundene IP-Zugangsleitung wird ausschließlich für die Telefonie bereitgestellt. So kann Telefónica eine sehr hohe Gesprächsqualität und einen zuverlässigen Betrieb durch die volle Kontrolle der Anschlussbandbreite gewährleisten. Durch die Übertragung des Sprachverkehrs über das separate Netz, das vom öffentlichen Internet getrennt ist, wird die Sprachübertragung nach außen geschützt und eine optimale Gesprächsqualität gewährleistet.

Ein SIP-Anlagenanschluss von 2 bis 120 Sprachkanälen, die beliebig hinzugebucht werden können, wird zur Verfügung gestellt. Der zugehörige Internetanschluss ist für Voice-Access-SIP-Kunden zu Sonderkonditionen erhältlich. So lässt sich beispielsweise ein Anschluss für 30 Kanäle auf Basis eines 5 MBit/s-Internetanschlusses bereits für insgesamt 99 Euro monatlich plus Mehrwertsteuer betreiben. Unternehmen mit internationalem Business können internationale Gespräche zu günstigen Konditionen hinzubuchen. Die Anrufe in das deutsche Mobilfunk- und Festnetz von O2 sind mit Voice Access SIP zu jeder Zeit kostenlos. So lassen sich Außendienste, aber auch Mitarbeiter mit einem privaten O2-Vertrag, besonders kostengünstig in die Kommunikation der Firma einbinden. Dank einer App für den Voice-Anschluss agiert zukünftig jedes Smartphone als Nebenstelle.

Zahlreiche Kostenersparnisse

Unternehmen mit mehreren Standorten und Filialen, die über ein VPN (virtuelles privates Netz) miteinander verbunden sind, können die IP-Anlage zentral betreiben und auf separate Telefonleitungen und -anlagen in den Niederlassungen verzichten. Damit sparen sie sowohl Anschaffungs- als auch Wartungs- und Betriebskosten sowie den Administrationsaufwand ein. Dabei bleiben die Rufnummern der Niederlassungen erhalten, sie können zusammengefasst auf den zentralen SIP- Anschluss geleitet werden. Das ermöglicht völlig neue Erreichbarkeitskonzepte, wenn zum Beispiel die Zweigstelle nach Geschäftsschluss nicht mehr besetzt ist.

Übrigens… Unternehmen, die sich heute noch nicht für eine virtuelle Telefonanlage oder einen Umstieg auf eine IP-Telefonanlage   entscheiden wollen, können bei Telefónica einen Voice-Access-ISDN-Anschluss buchen. Dabei wird lediglich ein Voice-Router zwischen die bestehende ISDN-Telefon- Anlage und den Breitbandanschluss geschaltet. Die bisherige ISDN-Anlage kann wie gewohnt weiterbetrieben werden.

Drei Wege in die Zukunft der Telefonie

Für die Migration von ISDN- auf IP-Telefonie stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung: die Beibehaltung der bisherigen ISDN-Infrastruktur, die Installation einer IP-fähigen TK-Anlage für den Eigenbetrieb sowie die Auslagerung der Telefonie in eine virtuelle Telefonanlage.

Deutlich vor Abschaltung der ISDN-Technik im öffentlichen Telefonnetz müssen Unternehmen sich mit ihrer Telefontechnik beschäftigen, sonst laufen sie Gefahr, dass ihre Telefone stumm bleiben. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Modernisierung der Unternehmenstelefonie vorzubereiten und umzusetzen. Für die Migration von ISDN auf IP ergeben sich drei Varianten:

Beibehaltung der bisherigen ISDN-Telefonanlage:

Um auch nach der Netzumstellung die vorhandene TK-Anlage mit ISDN weiterbetreiben zu können, benötigen Unternehmen einen Voice-Router, der eine ISDN-Schnittstelle bietet und als Übersetzer in das IP-basierte Next-Generation- Network dient. Diese Variante ermöglicht eine schrittweise Migration auf IP.

Die Beibehaltung der bestehenden Telefonanlage ist für Unternehmen interessant, die ihr funktionierendes System nicht verändern wollen. Wer die erforderlichen Investitionen für eine Modernisierung nicht tätigen möchte oder die neuen Möglichkeiten der Integration von Sprache und Daten nicht für die Unternehmenskommunikation nutzen will, ist mit Voice Access ISDN derzeit gut beraten. Experten raten jedoch auch diesen Unternehmen, sich über die Vorteile zu informieren, die eine IP-Telefonanlage oder die Anmietung einer IP-Centrex – also einer virtuellen Anlage im Netz – mit sich bringen.

Einrichtung einer IP-fähigen Telefonanlage:

Neuere Telefonanlagen sind meist schon für die Umstellung des öffentlichen Telefonnetzes gerüstet. Sie sind „IP ready“ und lassen sich ohne Zusatzgerät an das öffentliche IP-Netz anschließen.

Neben einem Breitbandanschluss benötigen Unternehmen für die durchgängige IP-Telefonie eine SIP-Verbindung, um Gespräche an die einzelnen Endgeräte zu leiten. Zwei Möglichkeiten sind dafür üblich: Bei einem „SIP-Trunk“ laufen die Gespräche über die normale Internetanbindung, über die Unternehmen beispielsweise auch E-Mails sowie Medienstreaming nutzen. Bei einem dedizierten „SIP-Anschluss“ laufen die Telefongespräche über eine separate eigens dafür vorgesehene IP-Leitung. Das bietet zusätzliche Qualität und Sicherheit. Telefónica bietet diese Variante unter der Produktbezeichnung Voice Access SIP (siehe Seite 10) an. Eine solche durchgängige IP-Telefonielösung ermöglicht große Flexibilität. Sie erlaubt die Integration neuer Dienste, wie zum Beispiel Unified Communications und die einfache Verzahnung der Telefonie mit Unternehmenssoftware zur Optimierung der Geschäftsprozesse.

Der Betrieb einer eigenen IP-fähigen Anlage eignet sich für alle Unternehmensgrößen, die besondere Anforderungen an die Kommunikation stellen (siehe Beitrag Dataport, Seite 13). Vielfach steht bei ihnen die Optimierung von Abläufen im Vordergrund, und im Rahmen der angestrebten Verbesserungen steigen sie auf eine neue SIP-fähige TK-Anlage um.

Umstieg auf eine virtuelle IP-TK-Anlage:

Eine virtuelle Telefonanlage bringt ein Höchstmaß an Unabhängigkeit und Flexibilität. Alle Funktionen einer üblichen Telefonanlage werden in redundanten Rechenzentrum des spezialisierten Anbieters gehostet und netzseitig bereitgestellt. Die Einstellungen der Telefonanlage lassen sich über eine Web-Anwendung konfigurieren. Der Anbieter übernimmt den Betrieb und die Wartung und sorgt regelmäßig für die Aktualisierung von Technik und Services. Die virtuelle Telefonanlage von Telefónica heißt Digital Phone. Sie schafft die Voraussetzung für Workplace-Konzepte, wie sie bei Volke Consulting genutzt werden (siehe Seite 12).

Ihre Vorteile spielt die virtuelle Telefonanlage bei Unternehmen mit dezentralen Strukturen und hoher Mobilität aus. Dank ihrer einfachen Browser-basierten Administration sind Veränderungen wie schnelles Wachstum, wechselnde Mitarbeiter oder saisonale Schwankungen einfach zu handhaben. Unternehmen, die sich auf ihre Kernkompetenzen fokussieren und weder Geld noch Personal in den Betrieb ihrer Kommunikationstechnik investieren wollen, bietet virtuelle Telefonie eine äußerst attraktive Lösung mit fairem Tarifmodell an.

Stolperfallen der Migration vermeiden

Die Umstellung der Telefonanlage in Unternehmen erfordert eine gute Vorbereitung. Schließlich sollen die Telefone nicht stillstehen, wenn im Hintergrund die Technik wechselt. Das Projektmanagement ist entscheidend.

Das Telefon ist und bleibt eine wichtige Verbindung zu Kunden, Partnern und Mitarbeitern. Der direkte Draht ist auch in Zeiten von E-Mail, Web-Tools und Social Media unverzichtbar. Deshalb darf bei der Umstellung der Unternehmenstelefonie auf eine neue Lösung nichts schiefgehen. Muss es auch nicht: Die Technik ist seit langem bewährt und zahlreiche Umstellungen liefen bereits erfolgreich. Wie bei anderen Projekten kommt es auch beim Wechsel der Telefontechnik besonders auf die Vorbereitung an.

1. Analyse der aktuellen Situation

Im ersten Schritt muss eine umfassende Bestandsaufnahme der Telefonie im Unternehmen erfolgen:

  • Welche Hardware (Telefonanlagen, Telefone) ist im Einsatz und ist diese IP-fähig?
  • Wie erfolgt der Anschluss an das öffentliche Netz?
  • Werden Sonderlösungen wie Alarmanlage, EC-Terminal, Notrufsystem, Klingel und Türöffner sowie Überwachungssensoren über die bisherige Telefonanlage genutzt und sind diese bereits IP-fähig?
  • Steht im Unternehmensnetzwerk ausreichend Bandbreite und Geschwindigkeit für die Übertragung der Telefonate per IP in einer guten Sprachqualität zur Verfügung?
  • Wie hoch sind die aktuellen Telefon- kosten? Welche Hardware-Verträge bestehen? Was kosten Wartung, Support und Updates? Wie hoch ist die monatliche Telefonrechnung? Wie lange laufen die Verträge noch?

Hilfreich ist die Erstellung einer vollständigen Bestands- und Funktionsliste, damit bei Konzeption und Umsetzung der Lösung keine Anwendung oder Funktion vergessen wird. Auch sollten Sie mögliche Filialen, Niederlassungen/Tochtergesellschaften einbeziehen.

2. Konzeption der neuen Lösung

Eine Umstellung kann ein willkommener Anlass sein, sich über neue leistungsfähigere und komfortablere Lösungen auf dem Markt zu informieren. Gehen Sie jeden Punkt auf der Bestands- und Funktionsübersicht durch und beantworten Sie sich, welche aktuellen Anforderungen Sie an Ihre Festnetz-Telefonie haben. Es gilt zu schauen, ob die bestehende Hardware weiterverwendet oder ausgetauscht werden soll und ob die bisherigen Sonderfunktionen wie Alarm oder Notruf weiter benötigt werden. Geringere Anforderungen vereinfachen nicht nur die Umstellung, sondern senken in der Regel auch die Kosten für den Betrieb. Überlegen Sie, ob und welche neuen Möglichkeiten Sie nutzen wollen, die Ihnen die IP-Telefonie eröffnet, und inwieweit sie von deren Mehrwerten profitieren wollen:

  • Wie wichtig ist beispielsweise die Anbindung von externen Standorten und Home-Offices oder die direkte Einbindung von mobilen Mitarbeitern wie Außendienstlern und Service-Technikern? Wie groß sind die Anforderungen an mobiles Arbeiten?
  • Gibt es Aufgaben oder Prozesse, bei denen eine direkte Verbindung von Telefonie und Software Mehrwerte für den Service und ihre Mitarbeiter bringen, beispielsweise Unified-Communication-Lösungen   mit   Funktionen wie Präsenzanzeige, Faxzustellung per Mail, Weiterleitung von Anrufbeantworter-Nachrichten als Audioanhang, Anwählen aus PC-Anwendungen heraus, Telefonkonferenzen sowie Anbindungen an CRM- und ERP-Systeme?

Schließlich sollten Sie überlegen, ob Sie die künftige Lösung selbst betreiben oder an einen externen Dienstleister auslagern möchten.

Es gibt zwei Strategien zur Einführung einer IP-basierten Unternehmenstelefonie:

  1. Bei der „harten“ Umschaltung von der alten auf die neue IP-basierte TK- Lösung erfolgt der Wechsel des Anschlusses und einer neuen Telefonanlagenlösung zum gleichen Zeitpunkt.
  2. Die „sanfte“ Migration erfolgt schrittweise. Je nach Situation erfolgt zuerst der Umstieg auf einen neuen Provider für den IP-basierten Telefonanschluss und dann im zweiten Schritt der technische Wechsel der Telefonanlage, wenn diese noch ISDN-basiert ist. Der Wechsel kann auch in umgekehrter Reihenfolge erfolgen.

3. Planung und Umstellung

Zur Entscheidungsfindung kann es sinnvoll sein, die Telekommunikationsexperten der einzelnen Anbieter bei Analyse und Konzeption zu Rate zu ziehen. Das zuvor erstellte Anforderungsprofil hilft, vergleichbare Angebote zu erhalten.

Bei der anschließenden Providerwahl sind neben den technischen Leistungen und den Kosten auch Aspekte wie die angebotenen Services zu berücksichtigen. Es hilft, sich beraten zu lassen, welche der gewünschten Leistungen zu welchem Preis bei der jeweiligen Technik erhältlich sind und mit welchen Einschränkungen gegebenenfalls zu rechnen ist.

Nachdem Sie sich für ein Angebot entschieden haben, erfolgt die konkrete Umstellungsplanung. Der Telekommunikationsanbieter unterstützt Sie dabei, wenn die Telefonnummern weiter beibehalten und auch mit der neuen Lösung genutzt werden sollen. Falls eine größere Telefoninstallation migriert werden soll, ist es sinnvoll, die Kompetenz auch externer Fachleute zu nutzen. Sie bringen die nötige Erfahrung mit und helfen, Stolper- fallen auszuräumen. Kleine Unternehmen können ihre Telefonie durchaus auch selbst auf IP umstellen, wenn im Unternehmen entsprechendes Know-how vorhanden ist.

Quelle: Funkschau / Telefonica Germany

Die Zukunft spricht IP

Bis zum Jahr 2018 will die Deutsche Telekom in Deutschland das ISDN-Netz abschalten. Viele Unternehmen müssen bis dahin ihre Telefontechnik umstellen. Wer jetzt clever plant, kann die Gelegenheit nutzen, bereits jetzt von neuen Services zu profitieren, die Effizienz zu steigern und Betriebskosten zu senken.

ISDN ist eigentlich eine deutsche Erfolgsgeschichte. Was in den 70er- und 80er-Jahren von Unternehmen wie Siemens federführend entwickelt wurde und damals als wichtiger Modernisierungsschritt für die Telekommunikationsnetze galt, hat seine beste Zeit bald hinter sich. Der Countdown läuft: Bis 2018 soll das öffentliche Telefonnetz in Deutschland komplett auf IP umgestellt sein. Dann will die Deutsche Telekom neben der Abschaltung der ISDN- Vermittlungssysteme auch die noch in Betrieb befindlichen ISDN-Anschlüsse zukunftssicher auf IP umstellen. Der wichtigste Grund dafür: Die Technik wird nicht mehr weiterentwickelt. Viele Hersteller von ISDN-Hardware – inklusive Vermittlungstechnik – haben angekündigt, ihren Support einzustellen.

An die Stelle von ISDN tritt die Sprachübertragung per IP-Technologie. Sämtliche Dienste wie Festnetztelefonie, Datenkommunikation, Videokonferenzen und Mobilfunk laufen dann über das sogenannte Next-Generation-Network, das auf dem Internet-Protokoll basiert. Dabei steht „All-IP“ für „ein Netz für alles“ und läutet ein neues Zeitalter ein: es ermöglicht die universelle Vernetzung von Telefonie- und IT-Technik.

Wenn die Telefone in Zukunft nicht stumm bleiben sollen, muss eine Alternative her. Laut der Studie „Business Insights 2015“ von „mm customer strategy“ nutzen aktuell 74 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland noch ISDN-Telefonanlagen und Analogtechnik für ihre Festnetztelefonate. Nur ein Teil der installierten Telefonanlagen ist auch IP-fähig und somit für die Umstellung gerüstet. Wer immer noch eine ISDN-Telefonanlage betreibt und einen ISDN-Anschluss bei einem Telekommunikationsanbieter hat, sollte sich frühzeitig damit befassen, wie eine zukunftsfähige Lösung aussehen kann. Insgesamt müssen nahezu vier Millionen Geschäftskundenanschlüsse auf IP umgestellt werden.

Top-Sprachqualität

Vor Qualitätsverlusten braucht sich dabei niemand zu fürchten. IP-Telefonie darf nicht verwechselt werden mit dem, was landläufig auch als Internettelefonie bezeichnet wird. Viele Anwender denken dabei an Telefongespräche, die sie über ihre Chat-Software führen können – oft mit mäßiger bis schlechter Tonqualität, da die Gespräche häufig zu stark komprimiert werden, um Kosten und Bandbreitenbedarf zu sparen. Bei diesen Lösungen läuft die Kommunikation zudem über das offene Internet.

Bei der Umstellung des öffentlichen Telefonnetzes auf IP kommt eine ähnliche Lösung zum Einsatz. Dort werden die übertragenen Telefongespräche über die eigenen Netze der Carrier geleitet, die sie vollständig überwachen und in denen sie immer ausreichend Bandbreite bereitstellen können für eine gute Tonqualität und Verständlichkeit. Einbußen bei der Sprachqualität sind deshalb nicht zu befürchten. Auch dank des vordefinierten Sprachstandards HD Voice (High Definition) erreicht die IP-Telefonie eine mit ISDN vergleichbar hohe Sprachqualität.

Vorteile der IP-basierten Kommunikation für Unternehmen

Die IP-basierte Telefonie eröffnet neue Geschäftsmöglichkeiten für den Arbeitsalltag. E-Mail, Telefon, Fax, Instant Messaging, Videokonferenzen und Web Collaboration sind innerhalb eines IP- Netzwerks über alle Geräte sofort und ohne Medienbrüche verfügbar – ob fester Arbeitsplatz oder mobiles Smartphone. IP beschleunigt die Kommunikation und standortübergreifende Zusammenarbeit. Zudem verschaffen All-IP-Anschlüsse den Unternehmen Kostenvorteile im Betrieb und Service der kompletten Leistung. Denn dadurch, dass Telefongespräche über dasselbe Netzwerk geführt werden, das PCs und Server miteinander verbindet, ist ein zusätzliches Telefonnetz nicht mehr erforderlich. Das entlastet die Administration und senkt die Kosten.

Vorteile für die Mitarbeiter

Auch aus Anwendersicht ist IP-Telefonie äußerst attraktiv. Eine Vielzahl neuer Funktionen erleichtert die tägliche Arbeit: per Mausklick Anrufe über den PC tätigen, Rufumleitungen auf Mobiltelefone, Sprachboxeinstellungen, Faxzustellungen per E-Mail und vieles mehr. Wechselt ein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz, zieht sein Telefon mit allen Einstellungen und Funktionen automatisch um: Einloggen genügt. Ob Home-Office oder Auslandsreise: Auf Telefonfeatures muss er nicht mehr verzichten. Die Zeiten, in welchen ein Telefon an das Ende einer Leitung gebunden ist, sind vorbei. IP entfesselt den Mitarbeiter und begleitet ihn zu jeder Zeit an jeden Ort.

Neuen Anforderungen begegnen

Laut einer Studie des Analyse- und Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) haben 85 Prozent der Unternehmen eine Neugestaltung und Modernisierung ihrer ITK- Arbeitsplätze auf der Agenda. Der Report zieht das Fazit, dass „60 bis 70 Prozent der deutschen Unternehmen mit ihren aktuellen Telefonielösungen hinsichtlich Integration, Mobilität und Flexibilität eher unzufrieden sind.“ Dabei spielen mobiles Arbeiten und Home-Office-Modelle eine immer stärkere Rolle. Teamarbeit wird virtuell und erfolgt oft über große Distanzen. Mit IP-Technologie kann die IT diese Herausforderungen lösen.

Beim Umstieg zu beachten

Der Aufbruch in die Zukunft der Telefonie ist jedoch nicht ganz kostenlos: Im Zuge der Modernisierung gilt es den aktuellen Festnetzanschluss sowie die bestehende Telefonanlage und Telefone daraufhin zu überprüfen, wie mögliche Migrationsszenarien aussehen können. Optionen sind beispielsweise die Beibehaltung der aktuellen Telefonanlage, der Wechsel auf eine IP-fähige Telefonanlage oder die Auslagerung der Telefonanlage (siehe Seite 7).

Bei speziellen Anwendungen, die noch über ISDN eingebunden sind, müssen zudem besondere Anforderungen beachtet werden. Dies betrifft zum Beispiel Faxlösungen, EC-Bezahlterminals, Alarmanlagen und Notrufsysteme. Auch hierfür gibt es in allen Bereichen Lösungen, doch kann der Technologiewechsel ein guter Anlass sein, das bisher eingesetzte System zu überdenken und durch ein besser passendes oder zukunftsfähigeres zu ersetzen. Auf jeden Fall ist es sinnvoll, sich jetzt schon mit dem Thema zu beschäftigen und umfassend zu informieren. Denn noch bleibt genug Zeit, um auch Unvorhergesehenes abzufangen, Stolpersteine aus dem Weg zu räumen und die beste Lösung zu finden.

Die Umstellung von ISDN auf IP bietet außerdem die Möglichkeit, einen Vertragswechsel vorzunehmen und zu einem anderen Carrier/Provider zu wechseln. Die Angebote auf dem Markt variieren und auch preislich gibt es große Unterschiede. Vergleichen lohnt sich.

Fazit

Dem Umstieg auf IP-Telefonie steht deshalb auch im Unternehmensbereich kein grundsätzliches Hindernis im Weg. Viele gute Argumente wie eine Senkung der Betriebskosten, einfachere Kommunikationswege und weniger Administration sprechen vielmehr dafür, sich bald damit auseinanderzusetzen und die Umstellung zügig einzuleiten. Damit die Telefone auch in Zukunft klingeln.

Quelle: Funkschau / Telefonica Germany

Planung und Umsetzung eines Glasfaseranschlusses

In Teil 1 unserer Betrachtung einer zukunftsfähigen DSL-Anbindung, unter Berücksichtigung der Umstellung der klassischen ISDN-Telefonie auf DSL/IP-basierter Telefonie, haben wir Ihnen die glasfaserbasierte DSL-Anbindung mit der nachhaltigen Infrastruktur erklärt. Zukunftsfähig und zukunftssicher bedeutet in diesem Zusammenhang, dass diese Technologie für die nächsten 30 bis 50 Jahre Wirtschaftlichkeit und Investitionssicherheit sowohl für die Netzbetreiber als auch für Sie als Kunden bietet.

Die Internet-Datenleitung ist neben dem Telefon die wichtigste Verbindung zu Kunden, Partnern und Mitarbeiten. Heute schildern wir Ihnen die Vorgehensweise bei der Umstellung einer SDSL-Standardanbindung auf Glasfaser unter Berücksichtigung der Übernahme der vorhandenen IP-Adressen.

Analyse der „Ist“-Situation

Im ersten Schritt wird eine ausführliche Bestandsaufnahme durchgeführt:

  • Welche Leitung ist derzeit im Einsatz und wird bereits IP-basierte Kommunikation genutzt?
  • Führt bereits eine geeignete Infrastruktur zum Hausübergabepunkt und über welche Bandbreite verfügt diese? (Hausübergabepunkt ist der erste Netzübergabeinstallationspunkt, der im Raum der Hauseinführung erstellt wird.)
  • Welche Verträge bestehen? Wie lange sind die Laufzeiten?
  • Anbietergebundene IP-Adressen oder eigene bei Ripe beantragte (Ripe Regional Internet Registry) IP-Adressbereiche

Die Erstellung einer Aufgabenliste ist notwendig, damit bei der Umsetzung und Installation die Funktionalität von der Einspeisung in den Server bis zum Desktop-PC gewährleistet wird.

Anforderungsprofil und Konzeption der neuen Lösung

Die Anforderungen an den richtigen Internet-Zugang sind so vielfältig wie die Aufgaben in den Unternehmen und Branchen. Wachstum, steigender Bandbreitenbedarf und permanente Erreichbarkeit für Kunden und Partner erfordern dabei individuelle, skalierbare Anbindungen. BMC bietet über Glasfaser optimale Anschlussvarianten für jeden Bedarf – mit flexiblen Erweiterungsmöglichkeiten.

Typisches Anforderungsprofil:

  • Verbindung zum Internet
  • Verbindung zu weiteren Standorten
  • Videokonferenzen
  • Regelmäßiger gesicherter Datenaustausch zeitkritischer Daten
    (z.B. prozessgesteuerte Fertigung und deren Überwachung)
  • Sicherheitskonzept
  • Übernahme des bestehenden IP-Adressfeldes und dessen Erweiterung
  • E-Mail-Verkehr
  • Nutzung Cloud-basierter Anwendungen

Gehen Sie die erstellte Liste Punkt für Punkt durch und fragen Sie sich, welche Anforderungen Sie haben. Beim Wechsel von einem Standard-SDSL-Produkt zur Glasfaser-basierten Anbindung ist der Austausch der vorhandenen Hardware nötig. Im Regelfall wird diese vom Dienstanbieter geliefert, ist im monatlichen Dienstepreis inklusive Tauschservice enthalten und benötigt je nach Carrier 4 bis 8 Höheneinheiten im Serverschrank. Zu beachten ist auch, dass die Kosten für eine mögliche Inhausverkabelung zum Übergabepunkt selbst zu tragen sind. Falls zum Hausübergabepunkt keine geeignete Infrastruktur führt, sollte ein möglicher Baukostenzuschuss mit einkalkuliert werden. (Für die Planung und Kalkulation sprechen Sie uns bitte an, damit wir für Sie die kostengünstigste Lösung finden.)

Planung und Umstellung

WICHTIG: Der zeitliche Rahmen für die Implementierung beträgt min. 10 bis 12 Wochen

Es wird eine Anschalteeinrichtung in der der Nähe der Erst-Endeinrichtung installiert. Die Installation erfolgt entsprechend der zum Zeitpunkt der Ausführung geltenden Regeln für die Standardinstallation.

Bereitsstellung von IP-Adressen

Dem Kunden werden IP-Adressen der Version IPv4 und IPv6 (Dualstack) bereitgestellt.

Die Bereitstellung der IP-Adressen beinhaltet grundsätzlich die Zuteilung eines angemessenen Adressraumes in einem vereinfachten Beauftragungsverfahren bzw. die Zuteilung eines umfangreicheren IP-Adressraumes in einem erweiterten Beauftragungsverfahren, wenn der Kunde bereits über einen IP-Adressraum verfügt. Bei der Bearbeitung eines Änderungsauftrages, der eine Erweiterung eines bereits beauftragten Adressraumes zur Folge hat, kann es im Bestellablauf zu Verzögerungen in der Zuteilung des neu zu dokumentierenden Adressraumes kommen. Im Zusammenhang mit einem Änderungsauftrag müssen bereits zugewiesene IP-Adressen ggf. zurückgegeben werden, damit weiterhin ein durchgängiges Routing des Adressraumes erfolgen kann.

IP-Routing nach Internetstandards

Die Daten werden auf Basis der IP-Paketvermittlung mit weltweiter Konnektivität nach den von der ICANN oder einer ihr zuarbeitenden Organisation vorgegebenen technischen Standards des Internet geroutet.

Geroutet wird grundsätzlich der für den Kunden aktivierte Adressraum sowie der Provider Independent Adressraum (PI-Adressraum).

Bei einer Erstzuweisung von Adressraum erfolgt die Bereitstellung des Routings nach einem Standardschema und wird dem Kunden mit der IP-Adressraumzuweisung mitgeteilt. Soll das Standardroutingschema nicht zur Anwendung kommen, kann auch ein individuelles Routingschema mittels relativer IP-Adressen beauftragt werden.

Der Kunde erhält mit der Anbindung einen permanenten Zugang zum Internet-Backbone des Anbieters. Das Internet-Backbone ist für die weltweite Übertragung der Daten im Internet mit einer Vielzahl von Internet-Backbones anderer Anbieter verbunden.

Um die kundenseitige Schnittstelle der Anschalteeinrichtung vom netzinternen Datenverkehr des Kundennetzwerkes (LAN) freizuhalten, kann der Kunde einen Grenzrouter zur Verkehrstrennung einrichten bzw. muss er das LAN entsprechend konfigurieren.

Zur Entscheidungsfindung kann es hilfreich sein, die Telekommunikationsexperten von BMC zu Rate zu ziehen. Das zuvor erstellte Anforderungsprofil hilft beim Angebotsvergleich.

Nachdem Sie sich für ein Angebot entschieden haben, folgt der konkrete Umstellungsplan. Auch hier hilft Ihnen BMC typische Stolperfallen zu umgehen.

Mit Glasfaseranschluss in die Zukunft

Beim Ausbau von Glasfaseranschlüssen geht es in Deutschland immer noch langsam voran. Dabei müssen Geschäftskunden immer mehr Informationen für Anwendungen wie Video-on-Demand oder Cloud-Dienste für Ihr Unternehmen zur Verfügung stellen. Für eine zukunftsfähige und nachhaltige Infrastruktur sind schon heute Glasfasernetze das Maß der Dinge.

Im Unterschied zu vielen anderen EU-Staaten nutzen in Deutschland Unternehmen überwiegend die DSL-Plattformen der Netzbetreiber zur Breitbandversorgung.

Während Deutschland in Europa bei VDSL2-Anschlüssen in der Spitzengruppe liegt, liegen wir bei den Glasfaseranschlüssen in diesem Segment der Breitbandanschlüsse noch immer am unteren Ende in Europa. Hierzulande haben gerade einmal 2,6 Prozent aller Unternehmen und Haushalte Zugang zu einem Glasfaseranschluss. Der europäische Durchschnitt liegt bei 12,5 Prozent, in Schweden sind es nahezu 50 Prozent.

Das aktuelle Angebot an Bandbreite auf Basis von Glas und der zukünftige Bedarf sind ohne Investitionen nicht erreichbar. Ein Blick auf die Entwicklung in den letzten Jahren zeigt, dass sich der Bedarf an Bandbreite vervielfachen wird. In den Unternehmen wächst der Bedarf nach Web-Backup-Diensten und anderen Cloud-Computing-Applikationen nahezu täglich. Bedarf für sehr schnelle Breitbandzugänge bis in den Gigabitbereich gibt es ökonomisch betrachtet also genügend. Hier ist auch die Politik gefragt und das vor allem auf kommunaler Ebene. Wir werden Ihnen dazu im nächsten Newsletter anhand eines aktuellen Beispiels aufzeigen, wie ein solches Projekt erfolgreich umgesetzt werden kann.

Die nachhaltige Infrastruktur

Ein durchgängiges Glasfasernetz bis zum Endkunden für die verschiedenen Glasfaser-Netzarchitekturen spielt in der zukünftigen Breitband-Infrastruktur die Hauptrolle. Um eine hohe Bandbreite bei den Teilnehmeranschlüssen zu erreichen, ist es unabdingbar, dass die Netzbetreiber die sogenannte „letzte Meile“ im Festnetz von der reinen Kupferverkabelung auf Glasfaserverkabelung umbauen. Die „letzte Meile“ bezeichnet die Strecke der Leitung von der Vermittlungsstelle bis zum Teilnehmeranschluss beim Kunden. Auf dem Weg zur vollständigen „Verglasung“ gibt es mehrere Zwischenschritte, die eine Kombination aus Kupfer- und Glasfaserkabel vorsehen.

  • FTTC – Fibre-to-the-Curb
  • FTTB – Fibre-to-the-Building
  • FTTH – Fibre-to-the-Home
  • FTTD – Fibre-to-the-Desk

Für die verschiedenen Glasfaser-Netzarchitekturen gibt es unterschiedliche Übertragungstechniken und -systeme, die die Entfernung zwischen Vermittlungsstelle und Teilnehmeranschluss mit einer entsprechenden Kombination aus Glasfaser- und Kupferkabel überbrücken.

(FTTB/H) liefert zur Zeit die leistungsstärkste TK-Infrastruktur, mit der Netzbetreiber die heutigen anspruchsvollen Anwendungen bewältigen sowie den weiter steigenden Bandbreitenbedarf im nächsten Jahrzehnt und darüber hinaus hinreichend abdecken können. Die Verwendung von Glasfaserkabel verspricht annähernd grenzenlose Übertragungsmöglichkeiten. Ziel ist es, eine nachhaltige Infrastruktur für die nächsten 30 bis 50 Jahre zu schaffen.

Für die Zugangstechnik als dem Schlüsselelement in FTTB/H-Netzen stehen zwei unterschiedliche Topologien zur Verfügung: aktives Ethernet mit einer Punkt-zu-Punkt (P2P)-Struktur und passive Netze in einer Baumstruktur mit Splittern im Übertragungsweg.

Grundsätzlich können sowohl mit aktiven Punkt-zu-Punkt-Infrastrukturen, als auch mit passiven optischen Infrastrukturen Glasfasernetze bis in die Gebäude (FTTB), beziehungsweise bis zum Schreibtisch (FTTD) gelegt werden. FTTB ist die Voraussetzung für FTTD. Bei FTTB schließt der Netzbetreiber die Glasfaser mit einem DSLAM im Gebäude ab; die Teilnehmer werden von hier aus über die bestehende Telefonverkabelung via DSL oder VDSL2-Übertragung mit über 100 MBit/s im Gebäude versorgt. In neuen Gebäuden immer öfter auch über Cat7-Ethernet-Verkabelung, die 1 GBit/s und mehr übertragen kann.

Der wesentliche technische Unterschied zwischen aktiver und passiver Zugangstechnologie liegt in der Nutzung der Glasfaser. Ethernet-Punkt-zu-Punkt-Netze (aktiv) betreiben eine dedizierte Glasfaser vom zentralen Einspeise-Punkt bis zum Kunden, während bei PON-Systemen die Glasfaser auf der ersten Strecke gemeinsam für mehrere Teilnehmer zur Verfügung steht, bevor ein optischer Splitter die Signale auf einzelne Kundenanschlüsse aufteilt. Das Ziel von passiven wie von aktiven optischen Netzen ist es, die Glasfaser so nahe wie möglich, idealerweise bis in die Gebäude und Arbeitsplätze der Teilnehmer zu bringen. Die FTTD-Lösung ist bezüglich Übertragungsqualität und Bandbreite der technisch beste Ansatz.

Aufgrund der hohen Investitionskosten zur Erstellung einer Glasfaserinfrastruktur fällt die Darstellung eines Business-Cases gegenüber Investoren und Verwaltungsräten der Netzbetreiber oft schwer. Für FTTB/H-Netzausbauten – unabhängig vom jeweiligen Einsatz einer PON- oder Ethernet-P2P-Technologie – sind für ein Return on Investment Größenordnungen von teilweise mehr als zehn Jahren zu veranschlagen.

Passive optische Netze

Bei passiven optischen Netzen (PON) wird das Signal auf der Glasfaser in Richtung Teilnehmer von einem passiven Splitter auf mehrere optische Teilnehmeranschlüsse aufgeteilt. Platziert ist der Splitter entweder in einem Außengehäuse oder direkt im Kabelweg. Die Netzstruktur entspricht also einer Punkt-zu-Multipunkt (P2MP)-Struktur. Die Glasfaser, die in der Zentrale startet, wird bis zum Splitter verlegt. Der Splitter dupliziert das Signal je nach Splitting-Faktor auf bis zu 128 Glasfasern. Am anderen Ende wird die Glasfaser in einem optischen Netzabschluss (ONT) terminiert. In einer FTTD-Netzarchitektur wandelt dieser das optische Signal in eine oder mehrere elektrische Schnittstellen wie Ethernet, POTS (Plain Old Telephone Service) „auf Deutsch: Verbindung im Analogtelefonnetz“ oder ISDN um.

Aktive optische Netze

Neben der höheren Datensicherheit haben aktive optische Netze den Vorteil, dass jeder Benutzer eine getrennte Glasfaser nutzt, sodass sie sich durch maximale Bandbreite (Up- und Downstream) und eine hohe Flexibilität auszeichnen.
Die Kehrseite der Medaille ist, dass die Einstiegsinvestitionen höher und der Platzbedarf des Equipments größer sind, als bei passiven Netzen. Hervorzuheben ist dennoch, dass bei aktiven Netzen die P2P- und PON-Technologien genutzt werden können.

Viele deutsche Netzbetreiber haben sich auch deshalb bewusst für aktives Ethernet entschieden, weil das aktive Equipment nur eine sehr geringe Rolle spielt: Die Tiefbauarbeiten machen ca. 80% der Investitionskosten aus und sind unabhängig von der verwendeten Technologie.

Mit Glasfaser in die Zukunft

In Zukunft werden immer mehr Gebäude einen 100Mbit/s Anschluss benötigen. Diese Bandbreite lässt sich nach dem heutigen Stand der Technik nur durch einen Glasfaseranschluss nachhaltig verwirklichen.

Die aktuell sehr wichtigen Technologien VDSL2 und Vectoring können eine Brücke ins Glasfaserzeitalter bilden. Auch Investitionen in die FTTC Infrastruktur bleibt bei einer folgenden Migration zu reinem FTTB/FTTH geschützt.

Auch wenn es langsam voran geht, die Zukunft gehört den Glasfasernetzen.

BMC startet Bundesliga-Tippspiel!

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Seit dem letzten Jahr bietet BMC eine offizielle App für alle Smartphones an, mit der Sie sich auch mobil über Neuigkeiten informieren können. Da die neue Fussball-Bundesliga-Saison vor der Tür steht, die bei allen Fußball-Fans auf reges Interesses stößt, startet BMC ein Bundesliga-Tippspiel exklusiv in der App.

Dabei gibt es tolle Preise zu gewinnen. Folgende Gewinne stellt BMC für die besten Bundesliga-Tipper zur Verfügung:

  • 1. Platz (Zeitraum August): Einen O2 Vertrag mit 6 Monaten Grundgebührbefreiung (24 Monate Laufzeit. Begrenzte Tarifauswahl)

Die Gewinner werden pro Spieltag ermittelt.

Hier finden Sie alle weiteren Informationen zu den Teilnahmebedingungen und den Spielregeln.

Die offizielle Smartphone-App ist für alle Betriebssysteme (Android, iOs, Blackberry OS, Windows Phone) verfügbar und steht in den jeweiligen Stores kostenlos zum Download bereit.

 

 

 

Scannen Sie hier den QR-Code zum direkten Download der offiziellen BMC-App:

BMC-QR-Code

All-IP

All-IP – Sprache und Daten in einem Netz

Im Netz der Zukunft steht Ihnen – mit dem IP-basierten Telekom Anschluss – modernste Anschlusstechnik zur Verfügung. Bis 2018 stellen alle großen Telekommunikationskonzerne in Europa ihre Netze von Analog- bzw. ISDN-Anschlüssen auf IP / VoIP um.

Die IP-basierten Anschlüsse vereinheitlichen die Übermittlung aller Informationsarten wie Daten, Sprache und Video über das Internet Protocol (IP), auch „All-IP“ genannt. Mit der Umstellung auf IP-basierte Anschlüsse wird die Komplexität der Netzinfrastrukturen erheblich gemindert und eine einheitliche Darstellung und Übermittlung von allen Informationsarten über ein gemeinsames Kommunikationsprotokoll ermöglicht. Gleichzeitig sinkt mit All-IP die Anzahl zu betreibender Netzwerkkomponenten, die in bisherigen Misch-Umgebungen mit Analog-, ISDN- und IP-Anwendungen benötigt wurden.


Ein Wechsel ist bereits jetzt schon problemlos möglich, wenn Sie die Vorteile des IP basierten Anschlusses schon heute nutzen wollen. Bis Ende 2018 wird es keine ISDN-basierten Anschlüsse mehr geben. Wer jetzt über einen Wechsel nachdenkt, der kann aus den unterschiedlichen Angeboten der Anbieter wählen. Wenn Sie erst wechseln kurz bevor ISDN abgeschaltet wird, kann das zur Ausfällen bei der Telefonie führen und Sie müssen unter Umständen schlechtere Konditionen akzeptieren.

Am Bespiel einer aktuellen Auswertung und Gegenüberstellung von ISDN- und IP-Anschlüssen zeigen wir Ihnen, dass der All-IP Anschluss nicht nur zukunftssicher sondern auch deutlich kostengünstiger ist als das 2018 auslaufende ISDN.

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Sicherheit im Unternehmen

So schützen Sie Ihr Unternehmen vor Cyber-Attacken

Große Unternehmen haben ein Budget für Sicherheit und die Ressourcen, Angriffe auf ihre sensiblen Daten zu verhindern. Der Mittelstand und kleinere Firmen haben häufig nur ein kleines Budget und keine eigene IT-Abteilung. Bitdefender, ein Spezialist für Antivirensoftware, hat nach der Auswertung aktueller Angriffe Empfehlungen zusammengestellt mit denen sich auch kleinere Firmen gegen Cyber-Angriffe von außen schützen können.

Hacker suchen meist nach schlecht geschützten Systemen, insbesondere wenn mehrere Firmen miteinander interagieren, können Hacker die häufig entstehenden Schlupflöcher nutzen, um in Partner- und Kundennetzwerke einzudringen. Studien zufolge müssen bis zu 72% der Unternehmen, die wichtige Daten durch Cyberattacken verloren haben, innerhalb von 24 Monaten Insolvenz anmelden oder direkt schließen.

Investitionen in Sicherheitssoftware und fortlaufende Aktualisierung

Firmen sollten auf jedem Endgerät im Unternehmen Sicherheitssoftware installiert haben und diese ständig aktualisieren. Der häufigste Fehler besteht darin, dass die entsprechende Software nicht auf dem neuesten Stand gehalten wird und den Schutz vor täglich neuen Angriffen dann nicht mehr gewährleisten kann. Zudem sollten Firewalls in den Netzwerken zum Einsatz kommen, die den Datenverkehr aufzeichnen und das Netzwerk vor Fremdeinwirkung absichern.

Auch die restlichen vom Unternehmen genutzten Softwarelösungen (wie Java-, Adobe-Produkte, Betriebssysteme und Internet-Browser) müssen kontinuierlich aktuell gehalten werden, da Sicherheits-Updates verhindern können, dass Cyber-Kriminelle Schwachstellen in der Software ausnutzen um in das Netzwerk einzudringen. Oftmals wird Angreifern die Durchführung eines erfolgreichen Angriffs dadurch erleichtert, dass Sicherheits-Updates Informationen über geschlossene Systemschwachstellen bieten. Wurde das entsprechende Update aber nicht durchgeführt, müssen die Eindringlinge gar nicht erst nach einer Schwachstelle suchen, sondern können das vom Update beschriebene Schlupfloch nutzen.

Nur wenn sichergestellt ist, dass die Software auf dem aktuellen Stand ist, erhöht dies den Aufwand für den Hacker und senkt die Wahrscheinlichkeit eines Angriffes.

Berechtigungen für Datenzugänge und Richtlinien zur Nutzung einführen

Um kritische Daten zu sichern, sollten auch kleinere Unternehmen nicht jedem Anwender von jedem Ort aus einen Datenzugriff ermöglichen. Dies kann entweder durch bestimmte Richtlinien oder zusätzliche Authentifizierungsmethoden erfolgen, da es empfehlenswert ist, den Zugriff zu beschränken. Dabei hilft es ebenfalls den Überblick zu behalten, wer zu welchen Daten und Anwendungen einen Zugang hat.

Spuren der Endgeräte verfolgen

In vielen Unternehmen werden persönliche Geräte von Mitarbeitern in das Unternehmensnetzwerk mitgebracht. Diese sollten wie die unternehmenseigenen Laptops nachverfolgt werden können. Es sollte auch nicht jedes Gerät im Netzwerk Zugriff auf alle Daten haben. Das hat einen einfachen Grund: durch persönliche Geräte können Angreifer auf Unternehmensnetzwerk zugreifen.
Außerdem sollten gespeicherte Passwörter und Dateien per Fernzugriff gelöscht werden können, um dadurch Schäden zu minimieren.

IT-Sicherheitskultur schaffen

Oft scheitert es am Unwissen und in den Taten der Mitarbeiter, dass es zu einem Angriff kommt. Daher empfiehlt es sich, dass alle Angestellten Schulungen zu aktuellen Sicherheitspraktiken erhalten und über potenzielle Risiken bei Nichteinhaltung der Sicherheitsrichtlinien aufgeklärt werden, um eben Phishing E-Mails zu entdecken oder sichere Passwörter zu benutzen. Sind Mitarbeiter darin geschult, verdächtige Handlungen zu entdecken, ist das eine der besten Maßnahmen überhaupt, die ein Unternehmen gegen gezielte Angriffe einsetzen kann.

Auf das Schlimmste vorbereiten

Große Unternehmen investieren sehr viel in die Sicherheit und haben gute Strategien, um den Angriffen zu entgehen oder diese zu minimieren. In Krisensituation sollten auch kleinere Unternehmen jeder Zeit mindestens einen Krisen-Plan haben, auf die sie schnell zurückgreifen können. Für kleinere Unternehmen sind diese Tipps ein erster Schritt, um ihre Sicherheit zu verbessern. Ein Unternehmen kann niemals garantieren, kein Opfer eines Angriffes zu werden. Jedoch ist es möglich bei einem Angriff mit einem gut durchdachten Plan, Schäden zu beseitigen. Daher ist es wichtig, dass jede Organisation in Sicherheit investieren muss. Denn Cyberkriminelle können sehr schnell Sicherheitsmängel eines Unternehmens ausnutzen, um Zugang zu den Firmendaten zu erhalten – und das kann sich kein Unternehmen leisten.

Ist Ihr Interesse geweckt? Wir beraten Sie gerne auch zu Bitdefender-Produkten unter 0201-61630 oder auch per Mail (info@bmcessen.de).

15 Jahre BMC Essen. Sichern Sie sich tolle Jubiläumsangebote!

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Wir feiern 15 Jahre BMC mit tollen Jubiläumsangeboten.

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2015 ist für uns ein ganz besonderes Jahr – BMC Essen feiert 15 jähriges Jubiläum. Dankbar blicken wir auf 15 erfolgreiche Jahre, vertrauensvolle Partnerschaften und zufriedene Kunden zurück. Seit unserem Entstehen im Jahr 2000 sind wir stetig gewachsen und konnten unser Dienstleistungsangebot laufend ausbauen, verbessern und die Prozesse optimieren.

Das Wichtigste haben wir dabei stets im Auge behalten: Die Zufriedenheit unserer Kunden. Das gilt für BMC seit ihrer Gründung als kleines, innovatives Unternehmen bis heute als ein führender Dienstleister auf dem Gebiet der Firmenkommunikation.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Kunden und Partnern für die gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit und blicken mit Freude und großer Motivation in die Zukunft, in der wir Ihnen bei all Ihren Fragen rund um die Firmenkommunikation gerne zur Verfügung stehen.

Feiern Sie mit uns und profitieren Sie das gesamte Jahr 2015 von unseren Jubiläumsangeboten! Aktuelle Angebote finden Sie regelmäßig im Newsletter, auf unserer Webseite www.bmcessen.de, in unserer App und auf unserer Facebook Seite.

Standortbasierte Dienste: steigern Sie mit intelligenter WLAN-Infrastruktur Ihren Umsatz

Den Standort zu kennen, ist wichtig, denn nur so können Unternehmen effektiv mit den betreffenden Personen interagieren. Dieses grundlegende Konzept beschreiben Location-based Services (LBS) wie zum Beispiel die Smart-Positioning-Technology (SPoT) von Ruckus Wireless.

Daher erscheint es nur logisch, dass Unternehmen immer neuere Modelle für die Nutzung von LBS entwickeln, denn auch so können die Kosten für die Wi-Fi-Infrastruktur gerechtfertigt werden – das WLAN wird vom Kostenfaktor zum Umsatztreiber.

 

Anwendungsszenarien

Die Ortung von Nutzerstandorten über das WLAN bietet Unternehmen vielerlei Vorteile. So können beispielsweise Händler im Einzelhandel das Verhältnis von wiederkehrenden und Neukunden bestimmen, Aufenthaltszeiten im Laden messen und das Einkaufsverhalten analysieren.
Daraus können in der Folge ganz konkrete Kundenbindungsprogramme entwickelt werden. Welchen Einfluss haben Rahmenbedingungen wie Wetter, Hintergrundmusik, Tageszeit oder auch die Produktpositionierung. Auch die Möglichkeit dem Nutzer Angebote auf sein Smartphone zu schicken, wenn dieser sich in der Nähe befindet, besteht, wenn die nötige Zustimmung gegeben wurde.

Im Gastgewerbe können LBS so genutzt werden, dass man sie beispielsweise mit bestehenden Treueprogrammen verbindet um die Zufriedenheit und die Kundenbindung zu erhöhen. Kunden könnten von Rabattgutscheinen profitieren, in einer Bar mit dem Lieblingsdrink begrüßt werden oder nach einem langen Abend automatisch ein Taxi nach Hause rufen. Zu Verfügung gestellte Wegbeschreibungen sind gerade für Flughäfen, Kongresszentren, Stadien oder Städte interessant. Die Möglichkeiten sind ebenso vielseitig wie unbegrenzt.

 

Netzwerke werden zuverlässiger

Der Vertrieb von mobilen, WLAN-fähigen Endgeräten ist in den letzten Jahren exponentiell angestiegen und die Entwicklung von LBS hängt damit eng zusammen.
Je mehr Endgeräte es gibt, desto mehr nutzerorientierte Herangehensweisen müssen entwickelt werden. Unternehmen können hieraus einen Nutzen ziehen indem sie ihren Kunden durch LBS einen Mehrwert bieten und sich so von der Konkurrenz abheben: Etwa durch den automatischen Hotel-Check-In, Wegbeschreibungen oder spezielle Angebote für das Geschäft, vor dem sie gerade stehen.
Branchenunabhängig wird im nächsten Jahr der Schwerpunkt auf der Analyse von WLAN-basierten Standortdaten liegen, um die Business-Intelligenz zu erhöhen, Sicherheitsregeln zu definieren und die Wi-Fi-Nutzererfahrung zu verbessern.

LBS werden also zunehmend wichtiger und somit auch die benötigten Indoor-Technologien: Apple übernahm den Indoor-Kartograph „WiFiSLAM“, Microsoft hat die Indoor-Karten bei Bing ausgebaut und bei Google-Maps bemüht man sich um eine größere Zahl innenliegender Standorte.

Um diese Standortbestimmung zu verbessern, entstehen immer mehr neue Technologien, welche eine hochverfügbare und leistungsfähige WLAN-Infrastruktur voraussetzen.

So hat Ruckus Wireless die Smart-Positioning-Technology (SPoT) aus der Cloud entwickelt, mit dem Unternehmen umfassende Mehrwertdienste zur Verfügung stellen können. Mit Hilfe einer Echtzeit-Heatmap können Unternehmen beispielsweise analysieren, wo sich die meisten Kunden aufhalten und welche Wege sie zurücklegen. Die Zeitlichen Intervalle können individuell festgelegt werden, so dass auch historische Daten analysiert und Trends nachverfolgt werden können.

Ist Ihr Interesse geweckt? Wir beraten Sie gerne unter 0201-61630 oder auch per Mail (info@bmcessen.de).